KIBUM – Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse
KIBUM 2021
Stadt Oldenburg Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Geschichte der KIBUM

1975

Die erste KIBUM ist ein voller Erfolg. Die breit angelegte Kooperation wird vom Deutschen Städtetag und dem Bundesverband der Volkshochschulen als beispielhaft gelobt.

1977

Die Stadt Oldenburg vergibt erstmalig den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für herausragende Erstlingswerke der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur, dotiert zunächst mit 10.000, später mit 15.000 DM. Zu dieser Zeit ist der KIBUM-Preis neben dem Deutschen Jugendliteraturpreis, der vom Ministerium für Familie und Gesundheit vergeben wird, der höchstdotierte Preis in der Sparte Kinder- und Jugendliteratur.

1979

Erstmals wird eine wissenschaftlich fundierte Sonderausstellung der Universität Oldenburg gezeigt. Die Präsentation von Jugendbüchern aus der Zeit von 1870 bis 1945 unter dem Titel "Erziehung zum Krieg – Krieg als Erzieher. Mit dem Jugendbuch für Kaiser, Vaterland und Führer" sorgt für Aufsehen.Seitdem erstellen Wissenschaftler und Bibliothekare der Universität in jedem Jahr anlässlich der KIBUM eine Sonderausstellung.

1982

Die Universitätsbibliothek gibt erstmals ein Gesamtverzeichnis aller auf der KIBUM präsentierten Neuerscheinungen heraus.

1992

Die KIBUM zieht um in das neue städtische Kulturzentrum, das Peter Friedrich Ludwigs Hospital.

1995

Im Zusammenhang mit den Feiern zum 650-jährigen Stadtrecht erhält die KIBUM großzügige Spendengelder. Zusammen mit dem aufgestockten städtischen Etat kann so ein besonders vielseitiges und aufsehenerregendes Rahmenprogramm gestaltet werden. Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird auf der KIBUM verliehen.

1996

Mit der Sonderausstellung "media paradise" ist ein vorläufiger Abschluss jahrelanger Diskussionen um die Konzeption der KIBUM erreicht. Der Computer und mit ihm die multimediale Lern- und Erlebniswelt erhalten Zutritt zur KIBUM.

1999

Die Sonderausstellung der 25. KIBUM wird erstmals von der neu gegründeten Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gestaltet. Die Forschungsstelle ist sichtbares Ergebnis der mit der KIBUM gewachsenen Kinder- und Jugendbuchforschung an der Oldenburger Universität. Wie es sich für ein Jubiläumsjahr gehört, steht die Ausstellung 1999 unter dem Mott: Kinder feiern Feste.

2004

Die KIBUM öffnet zum 30. Mal ihre Pforten – begleitet von einem Jubiläumsprogramm, so vielfältig und bunt wie nie zuvor. Unter dem Motto „Ganz Oldenburg liest“ erlebt die Stadt ein Eröffnungswochenende, an dem Lesekultur im gesamten städtischen Leben Oldenburgs – in Theatern, Museen, in den Geschäften der City und auf öffentlichen Plätzen – sichtbar wird. Erstmalig werden ein Lese-Zelt und ein Kreativ-Zelt auf dem Julius-Mosen-Platz „aufgeschlagen“. Neu sind zudem die Jugendliteratur-Reihe im Wall-Kino und eine Vortragsreihe im Horst-Janssen-Museum.

2006

Das diesjährigne Motto lautet: „Sesam öffne dich – literarische Begegnungen zwischen Orient und Okzident“. Bereits ab Mai werdenWorkshops, Projekte und Lesungen für Oldenburger Schulen angeboten. Das so genannte „KIBUM Vorab“ sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für das jeweilige Schwerpunktthema der Messe; die Arbeitsergebnisse werden auf der KIBUM präsentiert.

2007

Die KIBUM 2007 hat mit Frankreich erstmalig einen Länderschwerpunkt. Mehr als 400 Bücher aus Frankreich werden vorgestellt. Anerkannte Autoren und Künstler wie Jean-Claude Mourlevat oder Natali Fortier kommen zur KIBUM. 2008 steht die niederländische Kinder- und Jugendliteratur im Fokus.

2009

Nie war das Thema einer KIBUM aktueller: „Checkpoint KIBUM“ startet genau zwei Tage vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls. Der Titel wird in einer doppelten Bedeutung genutzt: Zum einen verwandelt sich das Kulturzentrum PFL in eine große Bücherlandschaft mit fast 3.000 neu erschienenen deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern sowie Medien, die „gecheckt“ werden wollen. Zum anderen ist das Jubiläum des Mauerfalls Thema. Auf vielfältige Weise werden die deutsch-deutsche Kinder- und Jugendliteratur und das Ende der ehemaligen DDR sowie die Wiedervereinigung, die Erfahrungen der Nachwendezeit und die gegenwärtige Kinder- und Jugendliteraturszene Ostdeutschlands aufbereitet.

2010

Mit dem Slogan „Ni Hao – KIBUM trifft China“ geht es für elf Tage ins Reich der Mitte. In den Lesungen und Gesprächen mit renommierten, aber auch ganz jungen chinesischen Literaten, Künstlerinnen und Künstlern sowie Pädagogen wird ein differenziertes Bild Chinas, seiner Kinder- und Jugendliteratur, seiner Sprache und Kultur vermittelt. Die Peterstr. 1 verwandelt sich erstmals zum „KIBUM-Ausstellungshaus“. Nur 74 Meter entfernt vom turbulenten Treiben im PFL, können hier kleine und große KIBUM-Fans hochkarätige Ausstellungen genießen und in einem Erlebnisraum Literatur intensiv und mit allen Sinnen erleben.

2011

Mit dem Bekenntnis „KIBUM ist fantastisch!“ rückt die fantastische Kinder- und Jugendliteratur in den Mittelpunkt. Dabei widmet sich die KIBUM ebenso den großen Klassikern der Fantastik wie einem Best-of der aktuellen deutsch- aber auch englischsprachigen fantastischen Literatur.

2012

Unter dem Motto „Lesen ist etwas Wunderbares“ führt die KIBUM diesmal durch Afrika. Neben Vorträgen, Lesungen und Workshops rund um und aus Afrika wird die Fotoausstellung „African Kinds“ gezeigt. Im Mittelpunkt stehen 70 ausgewählte und kommentierte Fotografien, die die Wohnsituation, das Schulleben sowie die Kinderbibliothek in Kapstadt porträtieren. Ein Stück afrikanische Kultur zum Mitmachen bietet „Tadias! Komm mit nach Afrika“. Die Band KARIBUNI singt und tanzt gemeinsam mit Kindern und Eltern afrikanische Lieder in Originalsprache und deutscher Übersetzung.

2013

Dass Sachbücher mehr als trockene Worte sind, zeigt die KIBUM 2013. „Wieso? Weshalb? Warum?“ sind die Leitfragen der Ausstellung rund um die Welt der Wissensvermittlung für Kinder und Jugendliche. Die unendliche Weite der Wissensgebiete wird über eine Ausstellung verschiedener Sachbücher und den erstmals angebotenen interaktiven E-Books für Kinder dargeboten. Drei Inszenierungen von Maja Nielsens Sachbüchern bieten neben Unterhaltung auch ganz viel Wissen zu den Themen Dschungel, Dinosaurier und Wikinger.

2014

Im Kontext der Präsidentschaftswahl trifft die diesjährige KIBUM auf die Türkei. Für einen Großteil der Menschheit stellt Zwei- oder Mehrsprachigkeit die Regel dar und macht mehrsprachige Kinder- und Lesebücher zu einer wichtigen Schnittstelle auch für die aufeinandertreffenden Kulturen. Eine literarische sowie musikalische Reise durch Sprache, Kultur und Zeit erwartet die Besucher. Wie können junge Menschen die Erlebnisse mit Krieg, Nationalitätsgegensätzen und der ‚neuen‘ Heimat verarbeiten, aber auch erleben? Diese Fragen verhandelt unter anderem die Ausstellung „Krieg im Kinderbuch“ der Staatsbibliothek zu Berlin in Kooperation mit dem Kinderbuchmuseum Troisdorf.

2015

Ganz im Zeichen der Klänge und Rhythmen präsentiert sich die KIBUM 2015. In einem interdisziplinären Kontext werden die Resultate aus dem Zusammentreffen von Musik und Wort dargeboten. Die verschiedenen Schnittstellen von Musik, Text und Illustration werden dabei genauer in den Blick genommen. Zusätzlich zur Ausstellung von (klingenden) Bilderbüchern, Illustrationen von Doris Eisenburger sowie einem Workshop zur Illustration von Musikbüchern werden die Ergebnisse des KIBUM-Vorab-Projekts „KlangHelden“ in gerappter, gesungener oder instrumentaler Form präsentiert.

2016

Zur 42. KIBUM ist Schweden zu Gast und zeigt die umfangreiche Welt der schwedischen Kinderbücher. Ein typisches Merkmal ihrer Kinder- und Jugendliteratur ist die Nähe zu Dingen, die sie bewegen und beeinflussen. Wie dies konkret aussieht wird unter anderem von der gebürtigen Schwedin Inga-Lill Svensson durch Tanz und Gesang zu den Kinderbüchern rund um Michel, Pippi, Karlsson und Nils dargeboten. Parallel zur Ausstellung der schwedischen Buchklassiker werden in einem Schulbus erstmals auch Kurzfilme zu schwedischen Kinderbüchern in Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg e.V. vorgestellt.

2017

Die KIBUM trifft Polen und steht dabei ganz im Zeichen der Welt rund um Janosch. Die Plakatausstellung „HIER LESE ICH!“ präsentiert zudem die Bilderbuchkunst von Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski. Das dreitätige Symposium „Sprache als Herausforderung – Literatur als Ziel: Sprachsensible Zugänge zu Kinder- und Jugendliteratur“ der OlFoKi fragt unter anderem nach den Kennzeichen sensibler Sprachvermittlung und welche Texte besondere Lernpotenziale bergen.

2018

Mit dem Slogan „KIBUM – total tierisch!“ begibt sich die Messe auf eine Expedition ins Tierreich. Tiere können nicht nur unterschiedliche Dinge verkörpern, sondern auch Sachen tun, die anderenfalls merkwürdig wären. Welche Tiere was, wie und in welchen Medienformaten tun, steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Neben Buchvorstellungen aus verschiedenen Genres präsentiert die OlFoKi gemeinsam mit dem Landesmuseum Natur und Mensch die Ausstellung „Erzähl mir vom Tier – Tiere in der Kinderliteratur und in der Natur“. Dabei begegnen die Besucher alten Kindheitshelden und betrachten diese auch durch einen naturkundlichen Blick.

2019

Angesichts des Brexits ist die diesjährige Messe eine zweisprachige Reise durch die britische Kinder- und Jugendliteratur sowie Kunst. Im Rahmen der umfangreichen Ausstellung „Harry Potter und der Feuerkelch – Magische Illustrationskunst von Jim Kay“ tritt der junge Zauberkünstler Jan Sommer auf und lässt Objekte schweben, verschwinden und anderswo auftauchen. Ein Banksy-Workshop bietet die Möglichkeit, eigene kleine Streetart-Werke zu gestalten. Literatur ist auch hörbar! Dafür wird eine Hörbuchstation installiert wo aktuell prämierte Hörbücher und -spiele ausgelegt werden.

2020

Die KIBUM kommt zu euch! Dem Virus zum Trotz wird die diesjährige KIBUM „Digital & anders!“ sein. Damit Interessierte auch diesen Herbst in den neuesten Kinder- und Jugendbüchern stöbern können, wurde ein digitales Forum eingerichtet. Unter dem Motto „Wissenschaft in zehn Minuten“ werden neben verschiedenen Video-Lesungen von Kinderbuchautoren*innen auch analytische Beiträge von Wissenschaftler*innen und Studierenden angeboten. Einigen Illustratorinnen kann sogar beim Zeichnen direkt über die Schulter geschaut werden. Um die Orientierung im digitalen Raum nicht zu verlieren, hilft euch der „Bücher-Klecks“.